Willkommen auf den Seiten von Florian E.J. Karrer
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Traurige Geschichte aus Sicht eines getrennt lebenden Vaters in Bezug auf Gerichtsverfahren

 

Oft, da nutze ich die Gelegenheit, die Fahrten zu meiner Tochter, die ca. 520 Kilometer entfernt wohnhaft ist, in Mitfahrgelegenheiten zu inserieren. Dabei lerne ich viele unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Herkunftsländern, mit vielerlei unterschiedlichem Bildungsniveau und sehr verschiedenen Meinungen, kennen. Die Geschichten sind so vielfältig wie das Leben.

 

Ich nutze die Gelegenheit, mir fremden Menschen, insbesondere Männern, die in meinem Alter, oder jünger sind, von der Problematik mit meinen Kindern zu erzählen. Als Mann, als „Erzeuger“, ja, als „zahlendes Elternteil“, bist du schnell außen vor. Das musste ich seit der Geburt meiner zwei Kinder am eigenen Leib oft genug erleben.

 

Ich arbeite hauptberuflich in der Pflege, bin 28 Jahre alt und nach vielen Gerichtsverfahren und Anläufen, für meine beiden Kindern eine adäquat zufriedenstellende Lösung zu finden, mich als Vater trotz kilometerweiter Entfernungen weiterhin präsent für beide Kinder zu halten, habe ich nach Einstellung eines Gerichtsverfahrens im Falle meines Sohnes gelernt, dass Mütter in Deutschland mehr zu melden haben, als wir, die Väter.

 

Ich habe nach der Einstellung aller Gerichtsverfahren im Falle meines Sohnes versucht, im Jahr 2017 wieder einen Kontakt herzustellen, in dem ich mich ans Jugendamt in Chemnitz wandte, allerdings wurde mir hier mitgeteilt: „Die Kindesmutter ist zu keiner Kooperation mehr bereit, um zu Ihrem Recht zu kommen, müssten Sie noch einmal den Klageweg beschreiten, laut der Mutter gab es ein familiengerichtliches Verfahren, in dem eine Umgangspflegerin benannt wurde, diese wurde von Ihnen (mir), gerichtlich festgestellt, abgesetzt- und ohne diese „Umgangspflegerin“, ist die Mutter zu keiner Mitwirkung mehr bereit“.

 

Mein Sohn war mein erstes leibliches Kind. Mittlerweile ist er drei Jahre alt. Ich habe ihn sehr lange nicht mehr gesehen, das Jugendamt, wie oben bereits erwähnt, ist, was die Vermittlung zwischen der Kindesmutter und mir angeht, raus, empfohlen wird ein erneutes Gerichtsverfahren.

Ich habe Fehler gemacht. Diese räume ich ein. Ich habe mich nicht immer so verhalten, wie man das von mir erwartet hat. Die Enttäuschung der Frau, der ich meinen wundervollen, hübschen und intelligenten Sohn zu verdanken habe, kann ich mittlerweile gut nachempfinden. Doch trotz aller Enttäuschung stelle ich mir immer die Frage, ob sie die Enttäuschung, die sie mit mir „erlitten“ hat, nun, drei Jahre später noch immer auf meinen Sohn projizieren muss.

 

Mir wurde angeraten, entweder gerichtlich vorzugehen, um wieder Kontakt zu meinem Sohn zu bekommen (nach §1684), bin ich zum Umgang berechtigt und verpflichtet. Um den Leserinnen und Lesern in diesem Fall die Augen zu öffnen: Ja, das Jugendamt in Chemnitz gesteht der Mutter vollends ein, dass sie sich gesetzeswidrig verhalten darf. Sie verwehrt trotz gesetzlicher Regelung, der Verpflichtung und der Berechtigung, Kontakt und Umgang zu haben, dessen Durchführung. Ganz ohne mit der Wimper zu zucken sorgt die Kindesmutter dafür, dass der Verlust der Bindung, die Enttäuschung, die sie mit mir vielleicht erlebt hat, dafür sorgen wird, dass unser gemeinsamer Sohn zu mir als leiblichen Vater wahrscheinlich nie eine gesunde Vater-Sohn-Beziehung existieren wird. Ob sich unser Sohn irgendwann von selbst bei mir meldet, bleibt abzuwarten. Irgendwann sucht jeder Mensch nach seinen Wurzeln.

 

Darum rate ich jedem werdenden Vater:

 

Erst einmal: Freut euch, Vater zu werden. Euch steht die Welt offen. Ihr gründet mit der Frau, die ihr liebt, eine Familie und das ist ein Meilenstein eurer Entwicklung. Dabei gibt es einiges zu berücksichtigen.

 

Vorwort: Als ich jung und dumm war, habe ich Fehler gemacht, die ich mir bis heute nicht selbst verzeihen kann. Im Falle meines Sohnes wurde ich von der leiblichen Mutter gebeten, eine Vaterschaftsanerkennung durchzuführen. Mit ihr im Schlepptau ging ich also ins vorort befindliche Rathaus, um dies anzufertigen. Bei der Sachbearbeiterin angekommen, stellte ich auf die Rückfrage hin fest, ob wir nicht auch gleich die gemeinsame elterliche Sorge abgeben können, dass Rathäuser so etwas grundsätzlich nicht praktizieren dürfen. Dies kann so nur im Jugendamt angefertigt und festgelegt werden. Für den Fall, dass die Mutter dies nicht wünscht, bleibt euch nur der Gang zum Gericht.

Mit einer Schwangerschaft verbunden, ist auch eine Veränderung des Wesens der Frau. Viele Frauen werden aggressiv, haben mehr Lust, haben weniger Lust, sind nicht mehr so zugänglich, sind oft mit sich selbst beschäftigt, keineswegs aber möchte ich hier Schubladendenken betreiben, manche Frauen bleiben auch einfach normal. Was ich damit aber sagen möchte ist, dass ihr versuchen solltet, euch mit der Mutter eures Kindes „gut- zu stellen“. Ihr wollt doch auch Verantwortung übernehmen, ein Kind großziehen und irgendwann stolzer Elternteil- egal, ob Trennung, Zusammenleben oder Wegzug der Partnerin. Keine Frau, die ihr nicht geheiratet habt, wird euch, wenn ihr euch ständig streitet, das gemeinsame Sorgerecht zusprechen, deswegen denkt daran: Stellt euch mit eurer Partnerin gut.

 

Wenn eine Frau, egal, ob sie euch mag oder nicht, ob ihr euch noch so liebt oder nicht, euch die Empfehlung ausspricht, die Vaterschaftsanerkennung nur beim Standesamt durchführen zu lassen, lehnt ihr dies ab. Immerhin möchtet ihr ein gemeinsames Sorgerecht und die Vaterschaftsanerkennung durchführen.

 

Wenn eine Frau euch im Vorneherein das gemeinsame Sorgerecht auch im Jugendamt nicht übertragen möchte, führt erstmal keine Vaterschaftsanerkennung durch und besteht nach der Geburt in Fällen, in denen ihr nicht verheiratet seid, auf einen Vaterschaftstest (dieser kostet 200-300 Euro), gerichtlich festgelegt im Rahmen von Prozesskostenhilfe bezahlt ihr diesen auch nicht, sondern die Prozesskostenhilfe.

 

Ist der Vaterschaftstest positiv, so müsst ihr die Vaterschaftsanerkennung tatsächlich durchführen und seid aber mit dieser Anerkennung auch verpflichtet, Unterhalt zu bezahlen. Je nach Verdienst sogar für Kind und Frau. Verweigert die Frau, mit der ihr ein Kind bekommen habt, dann weiterhin die elterliche, gemeinsame Sorge, so klagt diese am zuständigen Amtsgericht ein, denn sie steht euch zu!

 

Vertraut den Jugendämtern bei der Festlegung der Unterhaltsbeträge ja nicht, eine detailierte Prüfung führen nur Rechtsanwälte durch. Nehmt euch einen Rechtsanwalt eurer Wahl und lasst die Unterhaltssummen an Frau und Kinder prüfen. Wehrt euch niemals ohne Rechtsanwalt. Dies gilt insbesondere bei Frauen, die vor und nach der Schwangerschaft von Hartz IV leben, das Jobcenter wird euch dazu zwingen, den Unterhalt direkt ans Amt zu bezahlen- und zwar für Frau und Kind. Aus dieser Nummer kommt ihr ohne Rechtsanwalt nicht heraus- solltet ihr getrennt wohnen, müsst ihr davon ausgehen, dass ihr tatsächlich Unterhalt zu leisten habt. Gebt alle, wirklich alle Einnahmen und Ausgaben an.

 

Nehmt beim Umgang auf Empfehlung Hilfestellungen an- diese wären: SOS Kinderdorf, Pro Familia, etc.

 

 

 

 

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